Der Club zu Bremen
Eine lange Tradition

Mit seiner über 225 Jahre alten Geschichte ist der Club zu Bremen der älteste Gesellschaftsclub seiner Art in Deutschland. Als Kind der Aufklärung hat er sich 1783 seine erste Satzung gegeben: „Der Zweck dieser Gesellschaft ist, dass ihre Mitglieder sich mit gemeinnützigen Kenntnissen der Naturwissenschaft, Physik, Geschichte und mechanischer und bildender Künste beschäftigen, ihre Einsicht in dieselben einander mitteilen und sich bei dieser Gelegenheit zugleich freundschaftlich unterhalten.“

„Gesellschaft Museum“ nannte sich diese Vereinigung von aufgeklärten Bürgern, die aus einer Lesegesellschaft und einer sogenannten Physikalischen Gesellschaft hervorgegangen war. Ganz dem Zeitgeist des ausgehenden 18. Jahrhunderts verpflichtet, in dem das Bürgertum sich für Literatur, Kunst und Naturwissenschaften zu interessieren begann, um das Räsonnement über die neuen, sekularen Fragen und Erkenntnisse ihrer Welt in kleinen, vertrauten Zirkeln zu pflegen.

Vor über siebzig Jahren, 1931, fusionierten die „Gesellschaft Museum“ und die „Bremer Gesellschaft von 1914! zum „Club zu Bremen“, dem Ludwig Roselius großzügig gestaltete Club-Räume im Haus Atlantis in der Böttcherstraße zur Verfügung stellte. Die geistige und politische Unabhängigkeit des Clubs zu pflegen und sich in gegenseitiger Achtung unvoreingenommen zu informieren, war das Credo der im „Club zu Bremen“ vereinigten Bürger, die sich damals auch als Bollwerk gegen jedwede parteipolitische Einflussnahme verstanden.

Das prächtige Domizil im Haus Atlantis fiel dem 2. Weltkrieg zum Opfer. 1952 konnte das Clubleben in Renaissance-Gewölben des Schütting wieder aufgenommen werden. Dort residiert der Club zu Bremen seit mehr als einem halben Jahrhundert und beweist nicht nur mit seinen Vortragsveranstaltungen, wie aktuell der Geist der Aufklärung auch am Beginn des 21. Jahrhunderts noch sein kann.
 
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